Knowledge Base
Die LED-Treiber unterscheiden sich zwischen Konstantspannung (CV) und Konstantstrom (CC).
Konstantspannung Treiber hält die Ausgangsspannung konstant (12Vdc, 24Vdc, 48Vdc, etc.), während der Strom variieren kann, um die erforderliche Leistung anzupassen. Typische Konstantspannung LEDs sind LED-Streifen (SMD, COB, RGB, etc.) sowie LED-Spots bestimmter Fassungen (G4, GU4, GU5.3, GY6.25, etc.). Mehrere Konstantspannung LEDs sind parallel anzuschließen.
Konstantstrom Treiber hingegen hält den Ausgangsstrom konstant (350mA, 700mA, 1000mA, etc.), während die Spannung variieren kann, um die erforderliche Leistung anzupassen. Typische Konstanstrom LEDs sind LED-Panels sowie einzelne LED-Chips, die in den Decken- und Wandleuchten eingebaut sind. Mehrere Konstantstrom LEDs sind in Serie anzuschließen.
Wenn Sie immer noch nicht sicher sind, ob Ihre Lampe Konstantspannung oder Konstantstrom LED-Treiber einsetzt (z.B. es gibt auf dem Trafo keine klare Angabe über die Ausgangsspannung bzw. den Ausgangsstrom), bitte uns kontaktieren und ein Foto des Trafos zukommen lassen, damit wir prüfen und einen passenden Ersatz empfehlen können.
Je höher die Betriebsspannung ist, desto geringer Strom erfordert ist, um die gleichen Leistungen zu übertragen (Leistung = Spannung x Strom). Geringerer Strom trägt zum wenigeren Leistungsverlust und gleichzeitig höhere Lichtleistung (Helligkeit) bei, weil die Erwärmung durch den elektrischen Widerstand proportional reduziert ist.
Höhere Spannung wie 24Vdc und 48Vdc eignet sich deswegen eher für Anwendungen mit großer Leistung bzw. langem Kabelweg. Im Gegensatz dazu hat 12Vdc momentan breitere Kompatibilität, und die 12Vdc Geräte sind oft günstiger.
12Vdc: kurze LED-Streifen, LED-Spots, kleine Elektrogeräte
24Vdc: normale LED-Streifen in Parallelschaltung
48Vdc: extralange LED-Streifen im großen Raum (Halle, Flur, Parkplatz)
Wenn die einzusetzenden Konstantspannung LEDs bereits dabei sind, dann kann man direkt einen LED-Treiber gleicher Spannung einsetzen. Bitte aufpassen, manche LEDs lassen sich mit 12Vac (Wechselstrom) betreiben, und man muss dazu auch einen 12Vac elektrischen Trafo einsetzen.
LEDs mit den genannten Fassungen haben einen eingebauten AC/DC Konverter, der ihren Anschluss an beide 12Vdc und 12Vac (manche auch an 24Vdc und 24Vac) ermöglicht. Dieser Konverter verbraucht beim Einschalten zusätzliche Energie in großer Menge als angegeben, sodass der LED-Treiber leicht überlastet ist, und die LEDs werden dann ständig blinken.
Wenn Sie Ihre Lampe umbauen und den alten 12Vac Trafo (für Halogen) noch haben, können Sie solche LED-Spots direkt daran anschließen und weiter nutzen. Ansonsten müssen Sie bei der Anschaffung des neuen LED-Treibers extra Spielraum für die angeschlossene Leistung berücksichtigen. Normalerweise muss die maximale Leistung des LED-Treibers 50% höher als die Gesamtleistung der LEDs sein (z.B. 15W Trafo für 2 x 5W GU5.3 LED-Spots). Neue Markenprodukte (Osram, Philips) benehmen sich besser, dass 25% bis 30% mehr Leistung schon ausreicht.
Weiterhin hat dieser AC/DC Konverter bei unterschiedlichen Herstellern sein eigenständiges Design, dass manche Konverter das Dimmsignal des Trafos verhindern können, und die LEDs lassen sich dann kaum dimmen. Für die TRIAC und DALI Dimmung haben wir jeweils einen LED-Treiber, der vor allem mit LED-Spots von Osram und Philips kompatibel sind:
TRIAC: ET-70V12A-D3
DALI/PUSH: MI-15V12-DALI2
Eine detaillierte Liste der kompatiblen Modelle finden Sie in den jeweiligen Produktbeschreibungen und Datenblättern.
Der Helligkeitsabfall ist verursacht vom Spannungsabfall, der über die Länge des LED-Streifens entsteht, d.h. die Ausgangsspannung fällt wegen Widerstand von den LEDs und der Kupferleitbahn allmählich ab, sodass die Helligkeit am Ende des Streifens wegen der wesentlich niedrigeren Spannung auch geringer wird.
Um den Helligkeitsabfall zu vermeiden, bitte den Tipps unten folgen:
- Anwendung mit möglichst hoher Spannung (z.B. 24Vdc gegen 12Vdc) einsetzen. Hohe Spannung reduziert den Stromfluss im Kreis und damit auch den Leistungsverlust und die Erwärmung.
- LED-Streifen schneiden und die verkürzten Streifen in Parallelschaltung betreiben. Je kürzer die angeschlossenen LED-Streifen sind, desto weniger Widerstand und Spannungsabfall entsteht im Stromkreis.
- Wenn die obengenannte mehrfache Einspeisung schwer realisierbar ist, und die Länge eines LED-Streifens 5 Meter überschreitet, kann man den angeschlossenen LED-Streifen auch von beiden Seiten einspeisen.
- LED-Streifen auf einem Aluminiumprofil montieren, damit sich die Wärme schnell ableiten lässt, und der Widerstand nicht mit steigender Temperatur auch steigt.
Einen Dimmer an einem nicht dimmbaren Trafo anzubringen, ist nicht empfehlenswert und kann gefährlich sein, da der Trafo nicht für die variable Last eines Dimmers ausgelegt ist. Die Leuchtmittel können flackern, der Trafo kann lautes Geräusch machen, und die Lebensdauer der Komponenten im Stromkreis kann auch stark beeinflusst werden.
Bitte setzen immer passenden dimmbaren Trafo nach der Dimmart des Dimmers (TRIAC, PUSH, 0-10V, PWM, DALI) ein. Für mehr Details über die Kompatibilität des LED-Treibers mit dem Dimmer bitte siehe die bezüglichen Themen in der Knowledge Base.
Bei der Elektro-Installation in einem engen Raum auf entflammbarer Oberfläche muss die Überhitzung des Elektrogeräts vermieden werden. Das MM-Zeichen ist ein Brandschutzsymbol, das auf einem Elektrogerät angebracht wird und signalisiert, dass das Elektrogerät während des Betriebs nicht mehr als 95°C erhitzt wird. Um die Brandgefahr der Möbel, Decken und Wände zu beseitigen, setzen bitte immer Elektrogeräte mit MM-Zeichen ein.
Weiterhin lassen sich die LED-Treiber mit ultraflacher Bauform (Bauhöhe ≤ 20mm) optimal verstecken und belüften, und eignen sich eher für den Möbeleinbau.
Die Elektro-Installation in einer nassen Umgebung (Außenbereich, Küche, Bad etc.) benötigt vor allem wasserdichte Komponenten mit hoher Schutzart (IP-Klasse).
Die erste Ziffer der IP-Klasse steht für den Schutz gegen Fremdkörper (Staub):
0: Kein Schutz
1: Schutz gegen Objekte ≥ 50 mm (z. B. ein großer Ball)
2: Schutz gegen Objekte ≥ 12,5 mm (z. B. ein Finger)
3: Schutz gegen Objekte ≥ 2,5 mm (z. B. ein Schraubendreher)
4: Schutz gegen Objekte ≥ 1 mm (z. B. Draht)
5: Staubgeschützt (begrenzter Eindrang)
6: Staubdicht
Die zweite Ziffer der IP-Klasse steht für den Schutz gegen Wasser:
0: Kein Schutz
1: Schutz vor Tropfwasser
2: Schutz vor Tropfwasser bei geneigtem Gehäuse
3: Schutz vor Sprühwasser
4: Schutz vor allseitigem Spritzwasser
5: Schutz vor Strahlwasser
6: Schutz vor starkem Strahlwasser
7: Schutz bei zeitweiligem Untertauchen (bis 1 Meter für 30 Minuten)
8: Schutz bei dauerhaftem Untertauchen
9: Schutz gegen Hochdruckwasserstrahlen und Dampf
Die IP-Schutzklasse des Elektrogeräts soll für die Installation in einem feuchten Innenraum (Duschraum, Küche) mindestens IP44 erreichen, und für Außenraum mindestens IP65 (idealerweise IP67) erreichen.
Weiterhin müssen wasserdichte Kabelverbinder bzw. Verteilerdosen eingesetzt werden, um die anderen wasserdichten Bauteile zu verbinden sowie die Kabel zu verlängern.

